Monatsfeier

Lässt sich Lernen feiern?

Dreimal im Jahr öffnen die Klassen ihre Türen und zeigen auf der Bühne etwas von dem, was erlernt wurde. Ja, es geht um das Lernen, eine Feier des Lernens!

Wer aufmerksam die Darbietungen erlebt, sieht die Verbindungen zum Unterrichtsstoff der einzelnen Klassen, sei es Tierkunde, Geschichte, Fremdsprachen, Spielturnen uvm. Ist der Unterricht gelungen, dann haben sich die Schüler auch innerlich stark mit den Fragen und Aufgabenstellungen verbunden und können in ihren künstlerischen Darbietungen, die diese Themen aufgreifen, überzeugen. Nicht die angelernte Performance zur Unterhaltung des Publikums, sondern innere Erkenntnisse, Entwicklungsaufgaben der Kinder, die in Text, Rhythmus, Bewegung und Musik transformiert wurden, erzeugen diesen Zauber einer Feier. Für die jüngeren Schüler entsteht die Vorahnung, was sich noch alles tun kann und für die älteren Schüler festigt sich, wie in einer Rückschau, das Bewusstsein vom eigenen fortschreitenden Lernweg.

Damit wird die Monatsfeier zum Kernstück der Waldorfpädagogik, die Schule erlebt sich als lernende Gemeinschaft und dies auf ganz unterschiedlichen Ebenen. Von Klasse zu Klasse erlebt man Entwicklungen. Lernen kann eine Art Hingabe sein an das „Gute, Wahre und Schöne“, das in Bewegung, Musik und Sprache lebt.