Unsere Schule lebt vom Miteinander engagierter Menschen: Eltern, Lehrer:innen und Schüler:innen tragen gemeinsam Verantwortung. Der Schulverein bildet das rechtliche Fundament, der Förderkreis unterstützt das kulturelle Leben – und unsere Schulgeschichte zeigt, wie viel durch Idealismus und Zusammenhalt entstehen kann.
Als einzügige Waldorfschule mit Klassen 1 bis 12 begleiten wir die Kinder und Jugendlichen individuell und altersgerecht. Mit zwei Abschlussmöglichkeiten – Mittlere Reife und Abitur – stehen ihnen alle Wege offen. Aktuell erproben wir mit großem Erfolg eine behutsame Zweizügigkeit in einzelnen Jahrgängen.
Ein Generationenwechsel im Kollegium bringt frischen Wind und neue Ideen – getragen von der Erfahrung langjähriger Pädagog:innen. Dieses Zusammenspiel schafft ein starkes Fundament für eine moderne Waldorfpädagogik, die sich stetig weiterentwickelt und nah an den Kindern bleibt.
Trägerstruktur
Der Rudolf-Steiner-Schulverein Schwabing e.V.
Rechtlich getragen wird unsere Schule vom Rudolf-Steiner-Schulverein Schwabing e.V., der sich satzungsgemäß der Pädagogik Rudolf Steiners verpflichtet und ist als gemeinnützig anerkannt ist.
Aktives, das heißt stimmberechtigtes Mitglied des Schulvereins, kann jeder Elternteil werden, der ein Kind an der Schule oder im Kindergarten hat. Auch jeder im Verein angestellte Mitarbeiter kann Mitglied werden. Zusätzliche Beiträge fallen dabei derzeit nicht an. Mit dem Ausscheiden der Kinder aus der Schule oder mit Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses endet die Mitgliedschaft.
Förderkreis
Wir fördern das Miteinander, das unsere Schule so besonders macht.
Das Schuljahr wird durch die wiederkehrenden Feste, durch gemeinsame Aktivitäten und Projekte geprägt. All das, was das Leben in und mit einer Waldorfschule so besonders macht – für Kinder, Lehrer und Eltern. Dazu gehören das traditionelle Advents- und Maifest ebenso, wie das schuleigene Theater LEO 17, der Circus Leopoldini, die künstlerische Abschlussfahrt nach Azzano zum Bildhauern oder die musikalischen Darbietungen des Unter-, Mittel- und Oberstufenorchesters.
foerderkreis.waldorfschule-schwabing.de
Schulchronik
Eine kurze Geschichte der Rudolf-Steiner-Schule Schwabing
Wenige Monate nach Ende des 2. Weltkriegs fanden sich einige Eltern und Lehrer zusammen und gründeten im Herbst 1947 die erste Waldorfschule in München, mitten in Schwabing, an der Leopoldstraße. Auf dem Gelände des zerstörten Goethesaales wurde eine Baracke aufgestellt, welche die ersten vier Klassen mit 88 Kindern und fünf Lehrern beherbergte.
Später kam auf der anderen Straßenseite eine weitere Baracke dazu. Dann wurde in mühsamer Arbeit und mit vielen freiwilligen Helfern aus den vom alten Mörtel befreiten Ziegelsteinen das Goethesaal-Gebäude wieder aufgebaut, sodass weitere Klassenräume und sogar ein Festsaal entstehen konnten.
Aber die Schülerzahl wuchs unaufhörlich. Im März 1950 füllten bereits 422 Schüler 11 Klassen, und so musste man nach weiteren Räumen, vor allem nach Fachräumen für die Oberstufe, Ausschau halten. Da ergab sich die Gelegenheit, das Grundstück Leopoldstraße 17 zu erwerben und dort einen Neubau zu errichten.
Unter großen Opfern und durch das Organisationstalent unseres Schulvaters und Architekten, Herrn Walter Beck, gelang es schließlich, den ersten Neubau einer deutschen Waldorfschule nach Kriegsende zu errichten. Der Grundstein wurde im Dezember 1953 gelegt, die feierliche Eröffnung des ersten Bauabschnittes erfolgte im September 1954. Die zweite Hälfte des Schulhauses wurde im Herbst 1958 fertig, die Turnhalle und der Theatersaal – unsere Aula – kamen bis 1961 dazu.
